Presse
23.03.2015, 13:35 Uhr
CDU-Forum Frauen und Jugend im Blickpunkt
Kreis Warendorf (gl). Das Forum „Frauen und Jugend“ des CDU-Kreisverbands führte kürzlich Funktionsträger, CDU-Mitglieder und Gäste zur Diskussion aktueller frauen- und jugendpolitischer Fragen zusammen.

Im Forum „Frauenpolitik“ stand das Thema der Kindererziehung im Blickpunkt. Es ging um die Problematik des Übergangs von der Kindertagesstätte zur Schule, die weitere Qualifizierung der Erzieher, verbunden mit den Erwartungen der Eltern an die Kita-Arbeit im Rahmen von Wahlfreiheit. Auch Finanzierungsfragen wurden intensiv diskutiert. Von den Arbeitgebern erhoffe man sich eine offene Diskussion über mehr Betriebskindertagesstätten wie auch über flexible Arbeitszeitmodelle mit deutlich mehr Chancen für die Teilzeitarbeit. Weitere Themen im Forum „Frauen“ waren die Forderung nach Entgeltgleichheit sowie die Situation der Alleinerziehenden. Im Forum „Jugend und Bildung“ erläuterte der Leiter der Arbeitsagentur Joachim Fahnemann Ausbildungsoptionen nach der Schule. Dabei betonte Fahnemann, dass eine qualifizierte Ausbildung im späteren Berufsleben oft die gleichen Verdienstmöglichkeiten biete wie der Abschluss eines Studiums. Es sei nötig, die Schüler frühzeitig für die individuelle Berufswahl zu sensibilisieren. Ein weiterer Punkt war die Chancengleichheit und der Ganztagsunterricht als Herausforderung für Jugendliche.


Im Bereich „Jugend und Sicherheit“ wurden die Teilnehmer darüber informiert, dass die Polizei zwar für die Sicherheit der Straßen, aber in Sport-Stadien nur für Gefahrenabwehr verantwortlich sei. Der Polizist Peter Lehmann erläuterte die Sicherungsstrategie am Beispiel eines Fußballbundesligaspiels. Leider gäbe es für die Sicherheitsdienste keine vorgeschriebenen Ausbildungsstandards, so dass diese oftmals mit der Durchführung der Kontrollen überfordert seien. In der Diskussion wurde deutlich, dass Kontrollen unzureichend blieben, wenn man bedenke, dass Pyrotechnik und sogar komplette Grills in die Stadien geschleust werden könnten. Eine angeregte Diskussion löste auch das Thema „Jugend und Netzpolitik“ aus. Gisela Sonnabend erklärte dazu, dass man darauf achten solle, im Internet nur das Nötigste an Daten freizugeben.

Zu Beginn hatte der CDU-Bundestagsabgeordnete und Kreisvorsitzende Reinhold Sendker die Forumsteilnehmer begrüßt. Nach dem Vorbild dieser Veranstaltung wolle man weitere parteioffene Diskussionsforen zu wichtigen gesellschaftlichen Themen schaffen, so Sendker.